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Heilpädagogische Akademie für
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PROBLEMFALL "SCHULABSENTISMUS"

MOEGLICHKEITEN EINES PROFESSIONELLEN UMGANGS

Angesichts der Medienpräsenz findet das Thema Schulabsentismus derzeit in der Öffentlichkeit erhebliche Beachtung. Pädagogisch betrachtet handelt es sich um ein in vielen Schulen verbreitetes Alltagsproblem, das erst in den letzten Jahren von der Erziehungswissenschaft in Deutschland eingehender bearbeitet wird. Häufig auftretende Verhaltensmerkmale und empirisch belegte Bedingungsfaktoren wurden in drei klassifikatorische Einheiten, das Schulschwänzen, die Schulverweigerung und das Zurückhalten untergliedert. Dabei lässt sich Schulabsentismus einbetten in den komplexeren Bereich schulmeidender bzw. schulaversiver Verhaltensmuster.

Schulabsentismus ist Ausdruck eines vielschichtigen Bedingungsgeflechts, in dem Schülerdispositionen, familiäre und schulische Einflüsse, Faktoren im Bereich der Peer-Group und auch gesellschaftliche Faktoren interagieren und korreliert mit einer Fülle von emotionalen Schwierigkeiten und weiteren Verhaltensproblemen. V. a. lern- und feldtheoretische Modelle greifen diese Faktoren auf und sind nutzbar zu machen für schulische Prävention und Intervention. Insofern ist es nötig die problemspezifische Handlungskompetenz zu steigern und so den präventiven und früh-interventiven pädagogischen Umgang mit Schulabsentismus in den Schulen zu verbessern und zu professionalisieren.

In der Fortbildung werden die unterschiedlichen Formen von Schulabsentismus beleuchtet, Erklärungsansätze thematisiert und ein Schwerpunkt gelegt auf Prävention und frühe Intervention in Schulen, auf Handlungsmöglichkeiten im Kooperationsfeld Schule-Jugendhilfe sowie auf pädagogisch-therapeutische Optionen.

Moderation:
PD Dr. Heinrich Ricking

Zielgruppe:
Kollegiumsfortbildungen an Grund-, Haupt-, Real- oder Förderschulen

Zeit:
halbtägige oder ganztägige Veranstaltung

Inhalte:
1. Vorstellung unterschiedlicher Formen von Schulabsentismus
2. Ursachenerklärung für Schulabsentismus
3. Prävention und frühe Intervention in Schulen
4. Handlungsmöglichkeiten im Kooperationsfeld Schule-Jugendhilfe sowie auf pädagogisch-therapeutische Optionen

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